Ach, wenn meine Beine abends schwer und müde sind, weiß ich: Jetzt ist Zeit für eine kleine Pause. Dafür brauche ich nicht viel. Ein bisschen Ruhe und die Hausmittelchen, die sich über die Jahre bewährt haben. So bekommen die Beine genau die Aufmerksamkeit, die sie nach einem langen Tag verdient haben.
6 bewährte Wohlfühl-Tipps von Oma Lenchen

Apfelessig-Wickel
Bei schweren Beinen mische ich 2–3 Esslöffel Apfelessig mit etwa 1 Liter kühlem Wasser. Ein Baumwolltuch wird darin getränkt, gut ausgewrungen und um die Waden gelegt. Das fühlt sich herrlich frisch an, besonders wenn die Beine nach einem warmen Tag müde sind. Nach etwa 10 Minuten nehme ich den Wickel wieder ab, trockne die Beine gut ab und lege sie noch ein Weilchen hoch.

Quarkwickel
Für heiße, müde Waden nehme ich gern einen kühlen Quarkwickel. Der Quark wird auf ein Baumwolltuch gestrichen und um die Waden gelegt. Dann kommt ein zweites trockenes Tuch darüber. Der Wickel bleibt so lange drauf, wie die Kühle angenehm ist. Danach die Haut mit lauwarmem Wasser reinigen und gut abtrocknen. Das ist besonders im Sommer eine Wohltat.

Salz-Fußbad
Ein Salzbad ist so schlicht und doch so wohltuend. Ich nehme eine Schüssel mit angenehm warmem Wasser und gebe eine gute Handvoll Meersalz hinein. Dann kommen die Füße für 10 bis 15 Minuten hinein. Das entspannt, wärmt und gibt einem das Gefühl, als würde die Müdigkeit langsam aus den Füßen ziehen. Danach gut abtrocknen und am besten gleich warme Socken anziehen. Hinweis: Nicht zu heiß baden. Die Füße sollen sich wohlfühlen, nicht gekocht werden. Bei heißen oder geschwollenen Füßen ist ein kühles Bad meist passender.

Rosmarin-Öl
Rosmarin gehört bei mir zu den Klassikern, wenn sich die Beine müde und schwer anfühlen. Dafür gebe ich ein paar Zweige frischen Rosmarin in Olivenöl oder Mandelöl und lasse das Öl etwas ziehen. Anschließend wird es sanft von den Füßen in Richtung Knie ausgestrichen. Der würzige Duft und die sanfte Massage sorgen für ein angenehm belebtes Gefühl in den Beinen. Hinweis: Selbst angesetztes Kräuteröl immer sauber zubereiten, kühl aufbewahren und nicht zu lange stehen lassen.

Zitronenwasser
Für eine kleine Erfrischung mische ich den Saft einer halben Zitrone in eine Schüssel mit kühlem Wasser. Dann nehme ich einen Waschlappen und streiche damit die Beine sanft von den Füßen in Richtung Knie ab. Das macht munter, riecht frisch und ist besonders angenehm nach heißen Tagen. Danach die Beine nur leicht trocken tupfen und noch ein paar Minuten ruhen lassen. Hinweis: Nach der Anwendung die Beine nicht direkt der Sonne aussetzen.

Kohlblatt-Wickel
Kohlblätter sind ein altes Hausmittel, das viele fast vergessen haben. Ich nehme dafür große Blätter vom Weißkohl oder Wirsing, schneide die dicke Mittelrippe flach und rolle mit einem Nudelholz darüber, bis Saft austritt. Dann lege ich die Blätter auf die müden Waden oder Knöchel und wickle ein Tuch darum. Nach etwa 20 Minuten kommt der Wickel wieder ab. Die Beine sind danach angenehm gekühlt.
Noch ein kleiner Hinweis: Meine Hausmittelchen kommen nur auf gesunde, unverletzte Haut. Wenn etwas brennt, juckt er die Haut rot wird, nehme ich es sofort wieder ab.
Diese Wohlfühltipps sind für vorübergehend müde und schwere Beine gedacht – etwa nach einem langen Tag. Sie behandeln keine Venen-, Lymph- oder Durchblutungsstörung. Bleiben die Beschwerden länger bestehen, treten sie immer wieder auf oder schwillt ein Bein plötzlich stark an, wird heiß, schmerzt oder verfärbt sich, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Hausmittel sind dann nicht der richtige Weg. Bei plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen, Kreislaufproblemen oder Ohnmacht sofort den Notruf 112 wählen.
Meine Beine zeigen mir meistens ganz von selbst, wann es Zeit für eine Pause ist. Dann heißt es: Füße hoch, kurz ausruhen und den Beinen ein bisschen Ruhe gönnen.
Alles Liebe, Dein Oma Lenchen

