Kälte, Regen und glatte Straßen verändern im Winter den Alltag mit dem Elektromobil. Untergründe fühlen sich unsicherer an und Akku sowie Fahrverhalten reagieren empfindlicher auf niedrige Temperaturen. Trotzdem möchten viele Menschen auch in der kalten Jahreszeit mobil bleiben und weiterhin selbstständig unterwegs sein.
Damit das Elektromobil auch im Winter zuverlässig funktioniert, reichen im Alltag oft schon ein geschützter Stellplatz, regelmäßiges Laden und eine angepasste Fahrweise.
Tipp 1: Elektromobil trocken und geschützt abstellen
Feuchtigkeit und Frost belasten Akku, Elektronik und Materialien mit der Zeit. Stellen Sie das Elektromobil deshalb möglichst trocken und geschützt ab. Kalte Garagen, feuchte Keller oder offene Carports setzen dem Fahrzeug stärker zu als geschützte Räume mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt.
Nutzen Sie das Elektromobil bei Regen oder Schnee, trocknen Sie es anschließend möglichst gründlich ab. Feuchtigkeit sammelt sich sonst schnell an Steckverbindungen, beweglichen Teilen oder elektrischen Komponenten.
Kontrollieren Sie das Elektromobil außerdem regelmäßig auf Verschmutzungen und achten Sie auf die Wartung nach Herstellerangaben, damit Bremsen, Beleuchtung und Elektronik im Winter zuverlässig funktionieren.

Tipp 2: Akku im Winter nicht zu kalt lagern
Niedrige Temperaturen belasten den Akku und verkürzen die Reichweite des Elektromobils. Während der Fahrt machen Minusgrade modernen Akkus meist wenig aus. Problematisch wird es eher dann, wenn das Elektromobil längere Zeit in kalten oder feuchten Räumen steht.
Können Sie das Fahrzeug nicht in einem geschützten Raum abstellen, nutzen Sie zumindest eine Schutzhülle oder Faltgarage. Modelle mit herausnehmbarem Akku erlauben eine separate Lagerung des Akkus in wärmeren Räumen.
Laden Sie den Akku auch im Winter regelmäßig auf – selbst dann, wenn das Elektromobil gerade nicht genutzt wird. Auf diese Weise können Sie die Lebensdauer der Batterien verlängern und weiterhin große Reichweiten sicherstellen.
Tipp 3: Die richtige Kleidung tragen und Elektromobil Zubehör nutzen
Während der Fahrt kühlen Hände, Füße und Gesicht schneller aus als beim normalen Gehen. Vor allem bei längeren Strecken machen sich Kälte und Fahrtwind schnell bemerkbar.
Tragen Sie bei Fahrten im Winter eine dicke Winterjacke, Handschuhe, Schal, Mütze und feste Schuhe. Mehrere Kleidungsschichten helfen dabei, die Körperwärme länger zu halten und sich auch bei niedrigen Temperaturen wohler zu fühlen.
Tipp 4: Sehen und gesehen werden dank Beleuchtung
Im Winter wird es früh dunkel. Regen, Nebel oder Schneefall verschlechtern die Sicht und machen andere Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr schwer erkennbar.
Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Scheinwerfer, Rücklichter und Blinker. Funktionierende Beleuchtung verbessert die Sicht bei Dunkelheit und sorgt gleichzeitig dafür, dass Sie mit Ihrem Elektromobil früh erkannt werden.
Reflektierende Kleidung oder Warnwesten verbessern außerdem die Sichtbarkeit bei Dunkelheit, Nebel und schlechtem Wetter. Dadurch werden Sie im Straßenverkehr früher wahrgenommen.
Tipp 5: Fahrgeschwindigkeit anpassen und Vernunft walten lassen
Nasse Wege, Schnee oder glatte Stellen verändern das Fahrverhalten eines Elektromobils. Reifen verlieren schneller Haftung und der Bremsweg verlängert sich.
Reduzieren Sie deshalb die Geschwindigkeit und fahren Sie vorausschauend. Besonders auf vereisten Wegen oder festgefahrenem Schnee hilft ein ruhiges Fahrverhalten dabei, die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten.
Schnee und Eis verlangen viel Aufmerksamkeit und ein kontrolliertes Fahrverhalten. Fühlen Sie sich bei Glätte unsicher, lassen Sie das Elektromobil lieber stehen und nutzen Sie für kurze Zeit eine Alternative.
Tipp 6: Wie man bei Glätte sicher bremst
Die meisten Elektromobile bremsen über eine elektrische Magnetbremse. Das Fahrzeug kommt dabei zum Stehen, sobald der Fahrhebel losgelassen oder langsam in die Nullstellung zurückbewegt wird. Derartige Bremssysteme arbeiten verschleißfrei – vorausgesetzt, sie sind nicht verschmutzt. Verschmutzungen durch Schnee, Feuchtigkeit oder Straßenschmutz können sich langfristig auf das Bremssystem auswirken.
Führen Sie vor Fahrten im Winter kurz einen Bremstest durch. Reagiert das Elektromobil ungewohnt oder fühlt sich das Bremsverhalten unsicher an, lassen Sie das Fahrzeug besser stehen und verzichten Sie auf die Fahrt.
Mit angepasster Geschwindigkeit und vorausschauender Fahrweise bleiben Elektromobile auch auf nassen oder verschneiten Wegen gut kontrollierbar. Auf vereisten Untergründen verlängert sich allerdings der Bremsweg. Vermeiden Sie deshalb abrupte Fahrmanöver und halten Sie ausreichend Abstand. Lassen Sie die Füße während der Fahrt immer auf der Fußablage und strecken Sie diese auch in Gefahrensituationen nicht heraus. Verfügt das Elektromobil über einen Sicherheitsgurt, nutzen Sie diesen ebenfalls.
Tipp 7: Winterreifen für Elektromobile – Ist das nötig?
Spezielle Winterreifen oder Schneeketten sind bei Elektromobilen normalerweise nicht notwendig. Entscheidend ist vor allem, dass die Reifen in gutem Zustand sind und ausreichend Profil besitzen.
Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig den Reifendruck. Zu niedriger Luftdruck verändert das Fahrverhalten und erhöht zusätzlich den Energieverbrauch.
Informationen zu Reifendruck, Profil und Wartung finden sich in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Elektromobils.
Mit etwas Vorbereitung entspannt durch den Winter
Im Winter verändern sich Fahrverhalten, Reichweite und auch Straßenbedingungen. Mit angepasster Geschwindigkeit, regelmäßiger Akku-Pflege und einem geschützten Stellplatz bleibt das Elektromobil trotzdem zuverlässig einsatzbereit.





